​Wühlmäuse

Wühlmäuse im Garten stellen Geduld und Nerven von Gartenfreunden zumeist auf eine harte Probe: Schäden an Zierpflanzen, Blumen- und Gemüsekulturen sowie Obstgehölzen ruinieren den mit viel Liebe und Hingabe gepflegten Garten innerhalb kürzester Zeit. Hinzu kommt, dass Wühlmäuse oft ein weit verzweigtes, dicht unter der Oberfläche verlaufendes Gangsystem anlegen, dass den einstmals gepflegten Rasen ramponiert und den Gärtner zu Verzweiflung treibt.

Wir sagen Ihnen, wie Sie zunächst zweifelsfrei erkennen, ob es sich im Garten um Wühlmäuse oder aber um gesetzlich geschützte Maulwürfe handelt und ob es Hausmittel gibt, die geeignet sind, Wühlmäuse zu vertreiben. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Markt erhältlichen Produkte gegen eine Wühlmausplage und erfahren Sie, was im Rahmen der Wühlmaus-Bekämpfung wirklich hilft.

Was sind Wühlmäuse?

Wühlmäuse sind eine Unterfamilie der Wühler und lassen sich von anderen Mäusefamilien – wie Hausmäusen – durch ihren kürzeren Schwanz im Verhältnis zur Körperlänge unterscheiden. Die häufigsten Arten sind Feld- und Erdmäuse, Rötelmäuse, Schermäuse und Bisamratte.

Diese auf den ersten Blick niedlichen Nagetiere können schnell zu erheblichen Schäden führen. Sie schädigen Getreide, Rosenkohl, Bohnen. Gurken, Kohl, Tomaten, Wassermelonen, Melonen werden in Gewächshäusern und Gärten zerstört. Sie fressen auch gerne Hackfrüchte: Rüben, Karotten, Kartoffeln. Im Winter ernähren sie sich unter dem Schnee von Erdbeeren, Himbeeren, Moos, Flechten und sie nagen an der Rinde von jungen Bäumen. Wühlmäuse schädigen außerdem Samen in Getreidespeichern. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Pflanzen angegriffen wurden, führen Sie so schnell wie möglich eine Inspektion durch, um unerwünschte Gäste ausfindig zu machen.

Die Wühlmaus zeichnet sich durch rundförmige Ohren aus, die oft in den Haaren versteckt sind, durch ihre kleinen Augen und einen kurzen Schwanz. Dies sind kleine stämmige Tiere, ähnlich wie Feldmäuse. Ihr dickes Fell ist normalerweise hellbraun oder grau. Wühlmäuse lieben Felder, die reich an Unkraut und Pflanzen sind. Sie sind sowohl tagsüber als auch nachts aktiv, besonders in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung.

Sie werden die Wühlmäuse sofort durch schlangenartige Gängesysteme erkennen, die meist durch Ihren ganzen Garten gelegt sind. Sie sind im Frühling am aktivsten, danach vergeht ihr Drang zu graben. Die Nagetiere graben sich gerne an Wurzeln und Knollen heran und fressen methodisch an ihnen. Wenn Sie halb aufgefressene Karotten und Kartoffeln entdecken, ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass bestimmt eine Wühlmaus in Ihrem Garten war. Die kleinen Schädlinge nisten gerne an der Basis von Bäumen und Sträuchern, was den Wurzeln schädigen kann, da sie besonders gerne an der Rinde fressen. Im Jahr bringt ein Wühlmaus-Weibchen ca. 20 Junge zur Welt, was meistens in drei bis vier Würfen passiert. Das bedeutet, dass Wühlmäuse sich sehr schnell vermehren.

 

Wühlmäuse-Befall erkennen

An folgenden Merkmalen können Sie einen eventuell vorliegenden Befall mit Wühlmäusen erkennen:

  • Längliche, flache Erdhaufen, die häufig mit Gras oder Wurzeln durchzogen sind.

  • Aufgebrochene Erdgänge - zudem weicher, nachgebender Boden, ovale Tunneleingänge.

  • Eine hochovale Gangform (etwa drei Finger hoch) - die Wände der Gänge sind genagt, d.h. es sind die Abdrücke der Wühlmaus-Zähne erkennbar.

  • Gangsystem - im Gegensatz zum Maulwurf relativ gerade verlaufend, dicht unter der Oberfläche; Es gibt keine Wurzeln in den Gängen, da diese fortlaufend abgenagt werden; die Gänge der Wühlmaus besitzen eine Breite von etwa 5 cm und eine Höhe von 8 cm. Die hochovale Form ist charakteristisch für Wühl- bzw. Schermäuse.

  • In der Regel keine offenen Gänge, falls doch, ist der Wühlmaus-Bau entweder unbewohnt oder von der Feldmaus übernommen.

  • Bei Öffnung des Wühlmausgangs ("Verwühlprobe") sehr schnelle Reaktion durch die Wühlmaus innerhalb von durchschnittlich 2-6 Stunden. Sie kontrolliert die Öffnung des Gangs, schiebt diese wieder zu und umgräbt die Stelle dann seitlich.

  • Die Wühlmaus verursacht rillenartige Fraßspuren an Wurzeln und Baumrinden.

Wühlmäuse im Garten. Was tun?

Handelt es sich in Ihrem Garten tatsächlich um Wühlmäuse oder vielleicht doch um Maulwürfe? Wir helfen Ihnen bei der Unterscheidung und zeigen auf, welche Anzeichen es für eine Wühlmausplage im Garten gibt. 

Was hilft gegen Wühlmäuse im Garten? Erhalten Sie Tipps, wie Sie Wühlmäuse vertreiben können und erfahren Sie, welche Mittel und Hausmittel gegen Wühlmäuse wirklich helfen. 

Es gibt viele Produkte, die angeblich gegen Wühlmäuse im Garten helfen sollen: Von der Wühlmausfalle bis zum Wühlmausgas und Wühlmausgift, vom Wühlmauskiller, -schreck oder -vertreiber bis zur Schussfalle und Karbid gegen Wühlmäuse.

Wenn die Wühlmausplage Überhand nimmt, ist eine professionelle Wühlmaus-Bekämpfung gefragt.